Vom 6. bis 14. Juni verbrachte der SV Robotron Dresden mit zwölf Aktiven eine Woche in Finnland, um sich auf die Jukola-Staffel bei Kotka vorzubereiten und anschließend erneut bei einem der größten Orientierungslauf-Staffelwettkampf der Welt an den Start zu gehen. Nachdem unsere Premiere im vergangenen Jahr allen noch in bester Erinnerung geblieben war, war schnell klar: Dieses Erlebnis wollten wir unbedingt wiederholen. 

Wie schon im Vorjahr reisten wir eine Woche früher an, um uns an das anspruchsvolle finnische Gelände und die besonderen Karten zu gewöhnen. Unsere Unterkunft lag idyllisch an einem kleinen Fluss mit Bademöglichkeit und bot den perfekten Ausgangspunkt für die Trainingseinheiten und das überwiegend sonnige Wetter machte die Vorbereitung umso angenehmer. Zwischen den OL-Trainings blieb genügend Zeit für gemeinsame Aktivitäten wie Baden, Discgolf, Fahrradtouren oder gemütliche Spieleabende. Natürlich durfte auch das gemeinsame Schauen älterer Jukola-Übertragungen nicht fehlen – und so wuchs die Vorfreude auf das Wettkampfwochenende von Tag zu Tag.  

Am Freitag ging es schließlich zum Wettkampfzentrum. Dieses war auf einem ehemaligen Flugplatz nördlich von Kotka aufgebaut und beeindruckte erneut mit seiner Größe. Riesige Videoleinwände, zahlreiche Verpflegungsstände, Sportgeschäfte, Duschen und Saunen verwandelten das Gelände in ein riesiges Orientierungslauf-Festival. Für unsere Neulinge in der Mannschaft war diese Atmosphäre ebenso faszinierend wie für alle, die bereits im vergangenen Jahr dabei gewesen waren. 

Erstmals stellte der SV Robotron Dresden in diesem Jahr neben der Herrenstaffel auch eine eigene Venla-Staffel. Für das Damenteam gingen Emilia Wetzel, Greta Pompe, Anna Mühlstädt und Jannika Wetzel an den Start. Komplettiert wurde unsere Finnland-Gruppe durch Lone Pompe, die wie schon in den vergangenen Jahren bei anderen Dresdner Staffeln sowohl in der Venla- als auch in der Jukola-Staffel als Läuferin aushalf.

Der Samstag zeigte sich allerdings von seiner ungemütlichen Seite. Dauerregen erschwerte nicht nur den Läuferinnen und Läufern die Wettkämpfe, sondern stellte auch die Organisatoren vor einige technische Herausforderungen. Davon ließ sich unsere Venla-Staffel jedoch nicht beeindrucken: Emilia brachte das Team mit einem starken Auftaktlauf direkt deutlich von Platz 486 auf Platz 257 nach vorne, bevor Greta die gute Ausgangsposition auf der langen zweiten Strecke behauptete. Leider nahm der Wettkampf anschließend eine unglückliche Wendung: Durch die Übergabe der falschen Laufkarte musste die Staffel nach Annas Lauf aus der Wertung genommen werden. Jannika absolvierte dennoch ihre Strecke und brachte das Team ins Ziel. Auch wenn dieses Missgeschick zunächst enttäuschte, überwog am Ende die Freude über die erste gemeinsame Venla-Teilnahme und die vielen neuen Erfahrungen bei einem der größten Orientierungslauf-Events der Welt. 

Nachdem der Regen langsam nachließ, richtete sich der Blick auf den Höhepunkt des Wochenendes: den Start der Jukola-Staffel um 23 Uhr. Dank unseres guten Ergebnisses aus dem Vorjahr durfte unsere Mannschaft diesmal bereits mit Startnummer 172 ins Rennen gehen – und damit deutlich näher an den internationalen Spitzenteams als noch bei unserer Premiere. 

Für Robotron gingen Marek Pompe, Lennart Mühlstädt, Emil Friedländer, Franz Gawlitza, Karol Kielb, Tilo Pompe und Niklas Wetzel an den Start. Marek erwischte erneut einen starken Auftakt trotz einiger Komplikationen auf seinem Lauf und übergab bereits auf Rang 72. Auf den langen Nachtstrecken behaupteten sich Lennart und Emil im hochklassigen Teilnehmerfeld und kämpften sich tapfer auf ihren langen Strecken durch, ehe Franz das Rennen zu dem Zeitpunkt auf Platz 218 liegend fortsetzte. Im weiteren Verlauf arbeiteten sich Karol, Tilo und schließlich Niklas auf der langen Schlussstrecke Schritt für Schritt wieder nach vorne. Nach sieben anspruchsvollen Etappen stand am Ende Platz 182 unter mehr als 1.800 gestarteten Staffeln zu Buche – erneut ein Ergebnis um die Top 10% aller startenden Teams und damit eine Bestätigung unserer Leistung aus dem Vorjahr. 

Auch wenn das Wetter dem Wettkampfwochenende diesmal nicht ganz so wohlgesonnen war wie ein Jahr zuvor, bleibt vor allem die gemeinsame Woche in Finnland in Erinnerung: intensive Trainingseinheiten, viele schöne Stunden abseits des Wettkampfs und ein weiteres unvergessliches Jukola-Erlebnis. 

Ein herzlicher Dank gilt unserem Sponsor Robotron, der uns diese Trainings- und Wettkampfwoche in Finnland ermöglicht und unterstützt hat. Müde, erschöpft und gleichzeitig voller schöner Erinnerungen machten wir uns am Sonntag direkt wieder auf den Heimweg nach Dresden – mit vielen Eindrücken im Gepäck und vielleicht in Vorfreude auf eine nächste Jukola. 

 

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